Ein Tag wie jeder andere

Laura, manch einer kennt sie schon. Sie fährt wie jeden Morgen mit ihrem orangen Seat in den Verlag. Schon an der ersten Ampel hat sie Rot und das zieht sich den gesamten Weg durch. Das ist wieder ein Tag an dem man einfach im Bett bleiben sollte, aber leider sind die Zeiten der Schule vorbei, in denen es einfach einen Anruf kostete, um sich einen schönen Tag zum machen. Nun ist man in der Welt des Geldes und der Macht angekommen und muss versuchen sich einen Weg zu bahnen. Natürlich ist auch der Parkplatz am Bürogebäude überfüllt und sie muss in das teuere Parkhaus ausweichen. Was kann an so einem Tag noch alles passieren? Wieso muss grade ihr immer der Anfang eines Tages so schwer fallen, oder empfindet sie es nur so? Dies sind Fragen, die ihr öfters durch den Kopf schwirren. Aber heute Abend trifft sie sich mit ihrem Kumpel Rainer, der ihr gestern zu verstehen gegeben hat, dass es etwas zu feiern gibt. Also ist der ganze Arbeitstag nur ein kleines Intermezzo bevor es abends ans Feiern geht. Warum muss auch immer ich Samstags arbeiten? Auch so eine Frage, die sie beschäftigt, aber die ist leicht zu beantworten: Sie ist das Kücken! Der Arbeitstag vergeht wie im Fluge und als sie sich ausstempelt sind die Querellen des Vormittags vergessen. Nun schnell nach Hause und für den Abend fertig machen. Was gibt es eigentlich zu feiern? Hat Rainer etwa Geburtstag? Nein, der ist im Herbst und jetzt ist Sommer. Hat er mit seiner Band einen großen Gig an Land gezogen? Eher unwahrscheinlich so schlecht wie die Jungs sind. Was hat er schon wieder vor? Sie ist völlig Ahnungslos. Aber Überraschungen findet sie gut. Rainers Überraschungen jedoch sind oft sehr gewöhnungsbedürftig und deswegen kann sie sich mit dem Gedanken irgendwie nicht anfreunden. 19.00 Uhr im Falun Dafa Mit freundlichen Grüßen Rainer, zeigt ihr Handy an, als sie die Wohnungstür betritt. Sie hat also noch viel Zeit. Laura fährt mit dem Bus zum treffen, denn es wird sicher ein paar Gläschen Wein geben, wenn es schon etwas zu feiern gibt. Rainer sitzt schon am Tisch  als sie das Restaurant betritt. Sie setzt sich zu ihm an den Tisch und sie führen eine anregende Diskussion  über Dies und Das. Doch er wollte doch etwas feiern, wieso sagt er nicht worum es geht und wieso starrt er mich so komisch an? Wieder diese verflixten Fragen. Ihr ist schon öfters aufgefallen, dass Rainer sie öfters ein bisschen komisch anschaut, aber heute ist es extrem. Rainer raus mit der Sprache, was gibt es zu feiern? Er ist nun ein bisschen verschreckt und muss kurz Luft holen. Wir feiern heute uns! Ich will damit sagen, dass ich, ähm, na ja ich will dir sagen, dass ich, dass ich mich in dich verliebt habe. Schock! Was ist jetzt los? Wieso gerade Rainer? Wieso ist ihr das nicht aufgefallen? Wie soll sie darauf reagieren? Es entsteht eine kurze Pause, in der sich beide mustern. Wir sind gute Freunde und dabei bleibt es auch. Ich kann mir nicht vorstellen mit dir eine Beziehung einzugehen. Das ist die Antwort von Laura. Er sitzt nun auf seinem Stuhl gegenüber und starrt sie nur an. Er ist richtig apathisch, völlig in seine Gedanken versunken. Ohne ein Wort zu sagen legt er 50€ auf den Tisch und geht. Sie sieht ihm nach, kann aber nicht reagieren, da sie immer noch von seiner Aussage geschockt ist. Sie zahlt mit Rainers Geld und verlässt das Lokal. Laura ist wie benommen und versucht irgendwie einen klaren Gedanken zu finden, doch dies ist nicht möglich. Sie ist Überraschung von Rainer schon gewohnt gewesen, aber diese war der Gipfel. Wieso, wieso, wieso? Immer wieder die gleiche Frage. Hat sie falsch reagiert? Nein. War es absehbar? Sicher. Der arme Rainer, wo treibt er sich nur jetzt rum. Aber man kann sein Glück eben nicht erzwingen. Somit kann sie es rechtfertigen: Er kann doch von mir nicht soviel erwarten, da ist er nun selber schuld.

Seitenumbau

Vielleicht haben es einige von euch bemerkt, ich hab meinen Blog ein bisschen optisch verändert.

Zum einen das Thema, find es irgendwie ansprechend.

Zum anderen läuft im Hintergrund ein bisschen Musik mit. Der  Player für Songauswahl und Lautstärke findet sich links  unten, wenn ihr ein bisschen scrollt.

Viel Spaß damit!

Unnützes Wissen: Teil 1

Da soll nochmal einer sagen, dass mir langweilig wäre den ganzen Tag , oder so, wenn ich mich doch mit so wichtigen Fakten der Menschheit, ja sogar der Weltgeschichte befasse. Leider erscheint es mir selbst als voller Schwachsinn, aber vielleicht kann sicher einer an euch daran erfreuen.

1) Die erste weibliche Stuntfliegerin der deutschen Filmgeschichte war Beathe Uhse.

2) Die russische Atombehörde heißt Rosatom.

3) Das Vermögen der drei reichsten Menschen der Welt entspricht den gesamten Bruttoinlandsprodukten der 48 ärmsten Nationen.

4) Für den Namen des libyschen Revolutionsführers gibt es mehr als 115 offizielle Schreibweisen.

5) Dreifarige Katzen sind fast immer weiblich.

6) Im 19. Jhdt. warnten Wissenschaftler vor dem „Fahrradgesicht“: Fahrtwind könne das Gesicht verformen.

7) Queen Elizabeth II. verschichte ihre allererste E-Mail 1976 von einer britischen Militärbasis.

8) Ein während eines Telefonats erhaltener Blowjob heißt im US-Slang “ A Bill Clinton „.

9) Der US-Soldat John Rambo starb 1969 in Vietnam.

10) Im Gefängnis darf man keine Mohnbrötchen essen. Es kann nicht unterschieden werden, ob die Opiatspuren im Urin von Rauschgift oder Mohngebäck stammen.

Vor dem Elend

Blau – Sowohl der Himmel als auch er. Er versucht aufzustehen, doch es geht nicht. Die Beine versagen ihm den Dienst und auch der Kopf dröhnt, wie bei einem Start eines Jumbojets. Er sieht an sich herunter und bemerkt, dass er sich in den Schritt gekotzt hat.

Die Brieftasche? Weg! Die Uhr? Weg! Was war los? Wo bin ich? Das sind die Fragen  , die ihm durch den Kopf schwirren. Dieses Pochen im Kopf macht ihn mürbe und lässt ihn keinen rationalen Gedanken fassen. Der umherschweifende Blick bleibt an der Fassade des gegenüberliegenden Hauses hängen. Ein Schild einer Bar mit der Aufschrift: „Das Elend“. Jetzt wird ihm einiges klar! Er muss wohl die Nacht im Elend verbracht haben und dies führte ins Elend. Was war der Auslöser für diesen Absturz? Er – er heißt übrigens Rainer – musste wohl ein Ereignis des letzten Tages nicht verkraftet haben. Rainer ist sich aber nicht mehr im Klaren was denn nur geschehen ist. Seine Körperspannung ist immer noch außer Kraft gesetzt und deswegen hat er Zeit zum Nachdenken. Wobei nun aber langsam eine gewisse Angst in ihm aufsteigt, eventuell gelähmt zu sein, aber er hatte noch nie gehört, dass man von Alkohol, sogar beim billigsten Fusel, für längere Zeit gelähmt bleibt. Es ist wohl Sonntag Morgen, denn es sind keine Menschen auf der Straße unterwegs, jedoch hört er von weitem die Glocken des Münsters schlagen. Und da kommt auch schon ein älteres Ehepaar den Bürgersteig entlang. Sie sehen nur angewidert auf ihn herab und steuern weiter zielstrebig dem sonntäglichen Ritual entgegen. Rainer ist von diesem Pärchen irgendwie angetan, denn sie haben diesen zielstrebigen und gefestigten Ausdruck im Gesicht, der ihm fehlt. Jetzt kommt ihm ein Gedankenblitz, das Dröhnen im Kopf hatte nachgelassen: Der Verlust eines Ziels musste wohl der Grund für das Besäufnis gewesen sein. Doch er hat doch kaum bzw. gar keine Ziele und deswegen kann er doch gar keins verlieren. Eine gewisse Frustration musste ihm aber widerfahren sein, denn er ist eigentlich nicht der Typ für sinnlose Exzesse. Na gut ab und zu ein Joint muss schon drin sein, aber doch nicht bei Alkohol! Er rekapitulierte seine Ziele: Zum einen will er unabhängig von seinen Eltern sein und vor allem immer bleiben. Doch das war gewährleistet durch sein Einkommen als Florist. Das zweite Ziel ist die Eroberung der Musikszene mit seiner kleinen Bluesrock-Band ohne Namen. Diese steht noch in den Kinderschuhen und konnte eigentlich noch keine Dämpfer bekommen haben, weil die Jungs eine eingeschworene Truppe sind. Da bleibt noch Laura. Laura war seine Muse, sein Engel, sein Ein und Alles. Sie ist Lektorin bei einem Verlag. Eine unerreichbare Galionsfigur in seinem Leben. Rainer suchte immer ihre Nähe, traute sich aber nie ihr eine Offerte zu machen, denn er war in dieser Hinsicht ein Loser. Nie hatte er Erfolg bei Frauen. Er war immer ein „guter Freund“, der Spaßmacher, der Schwule. Schwul ist er aber nicht, jedoch konnte er diese Stigmatisierung nie wieder ablegen. Gestern muss also was gewesen sein, Rainer wird doch wohl nicht den Mut gefasst haben und Laura gebeichtet haben? Nun eine Vibration in seiner Hose. Es ist das Handy und er hat eine SMS bekommen. Ausgerechnet oder Gott sein Dank von ihr: Es tut mir Leid…..ich muss wohl überreagiert haben. Nun war es raus. Er hat es getan und die Antwort ist wie zu erwarten negativ ausgefallen. Sein wichtigstes Ziel ist mit einem Schlag aus der Welt geschafft.

Die Sonne steht nun im Zenit. Es war also Mittag und er hat den ganzen Vormittag sitzend vor dem Elend verbracht. Rainer steht auf ; ja es geht wieder, sieht an sich herunter und betrachtete seine versifften Klamotten. Die Luckys werden aus der Hosentasche gefischt und eine in den Mund gesteckt. Rauchend schlendert er nun durch die Gassen der Altstadt und fasst den Gedanken: Scheiß auf Freunde bleiben! Er hat ja auch noch andere Ziele in seinem Leben, auf die er sich jetzt konzentrieren kann. Im Kopf geht ihm ein Songtext von Crosby, Stills, Nash and Young umher : „…AND IF YOU CAN`T BE WITH THE ONE YOU LOVE HONEY, LOVE THE ONE YOU`RE WITH….”

Das soll nun ein neues Ziel für ihn sein.

BACK

Ich bin mal wieder hier und habe mir nun vorgenommen in den nächsten paar Tagen ein paar kurze Geschichten online zustellen, vielleicht findet der eine , oder andere Gefallen daran.

Kritik und Kommentare, sowohl postiv, als auch negativ sind erwünscht.

Wünsch euch viel Spaß damit!!